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27. März 2026 – Schlepper-Test in Malangali

Der E-Schlepper wurde heute in Malangali, der westlichsten Projektregion, getestet. Unter völlig anderen Bedingungen.

Auf der Hinfahrt kommen wir an einer der verbreiteten Teeplantagen vorbei.

Sonnenblumen gedeihen in der während der Trockenzeit aüßerst kargen Gegend.

Das Dorf Malangali liegt auf 1400m, fällt gegen das Tiefland ab (Mdabulo liegt auf 1800 m). Ein alter Diesel-Powertiller tut dort seine Arbeit.

Die Gegend hier ist eine typische Savanne, der Boden ist trocken, sandig, eben.

Nach dem Kennenlernen des neuen Gefährts und einigen Probefurchen dann der Belastungstest:

Eine ganze Stunde Vollgas mit einem Scheibenpflug, eine Fläche von 30x30m bearbeitet, der Akku hat 25% seiner Kapazität verbraucht. Das entspricht 1,9 kWh/h.

Lediglich gegen Schluss hat das System die Leistung gedrosselt, um nicht zu überhitzen. Der Fahrer war wohl auch erleichtert.

Das Ergebnis hat alle begeistert.

Es gibt noch genügend Herausforderungen zu meistern: z. B. kann derzeit wohl kaum jemand die elektrischen/elektronischen Komponenten warten und reparieren. Regulierungen und Einfuhrbestimmungen für solche Fahrzeuge bzw. Komponenten sind unklar und können sich rasch ändern. In den Städten bieten E-Techniker oft Dienste an, die mehr Gefahr als Nutzen bringen. Es ist für uns nicht einfach, den hohen Anspruch unter diesen Bedingungen zu erfüllen.

Aber wir sind auf gutem Weg: Die RDO-Mechaniker haben alle mechanischen Teile gut im Griff. Bei RDO in Kilolo werden gerade technische Aufbaulehrgänge u. a. für Erneuerbare Energien und Elektrotechnik ins Leben gerufen. Die Menschen hier sehen die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Elektrifizierung, die ja nicht nur Fahrzeuge umfasst. Der Schlepper wird fast zu 100% mit Solarenergie „betankt“. RDO arbeitet am Ausbau der PV-Anlagen. Staatliche Regulierungen könnten schon bald viel Rückenwind für Elektromobilität bringen: in Äthiopien dürfen seit 2024 keine fossil angetriebenen Fahrzeuge mehr importiert werden. Auch aus wirtschaftlichen Gründen: Es ist billiger, E-Mobilität zu fördern statt Dieselpreise zu stützen. Manche ostafrikanischen Länder könnten dem bald folgen.

Abschlussbild mit „old friend from Austria“. Am Abend findet in Mafinga die Abschlussbesprechung mit dem RDO-Management statt.

Morgen macht sich Reinold wieder auf den Weg nach Europa.