Unsere Projekte

Seit ihrer Gründung legt die RDO großes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. 2024 wurden zusätzlich Projekte initiiert, um die Aktivitäten der RDO in hohem Maße klimaverträglich zu betreiben. Es geht dabei auch darum, zu zeigen, dass und wie man in einer ländlichen Region in Afrika klimafit leben und wirtschaften kann. Unsere Projekte:

Mobilität

Beim Mobility-Projekt geht es darum, anstatt Benzin-/Diesel-betriebener Fahrzeuge zukünftig solche mit batterieelektrischem Antrieb einzusetzen.

In vielen Städten Ostafrikas gibt es bereits Flotten von E-Motorrädern und E-Tuktuks. Bisher sind aber alle Vorhaben gescheitert, batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge auf den schlechten und steilen Straßen in den ländlichen Gebieten Tansanias einzusetzen. Trotz ökonomischer und ökologischer Vorteile. Genau hier setzen wir an und haben  im Nov 2024 einen Pilotbetrieb mit einem Lastendreirad (Tuktuk), einem Motorrad und einem Lastenfahrrad gestartet. Mehr hier und hier

Seit Dezember 2025 ist im landwirtschaftlichen Schulungsbetrieb ein elektrisch betriebener Einachsschlepper in Betrieb. Drei Studenten der FH Vorarlberg haben den E-Antrieb entwickelt, vor Ort in Tansania zusammengebaut und den Schlepper in Betrieb genommen. Mehr hier und hier. Der Bedarf an solchen Fahrzeugen ist groß, es gibt aber bisher keinen Hersteller. Aber einen Plan, den Philipp, Daniel und Markus verfolgen. 

Energiegewinnung

Schon seit Jahren sind kleine Anlagen zur Stromproduktion aus Sonne, Wind und Wasser in Betrieb. Ende 2024 wurde im landwirtschaftlichen Schulungsbetrieb eine PV-Anlage mit 4,5 kWp in Betrieb genommen. Damit können nebenbei auch alle E-Fahrzeuge geladen werden.

RDO will so rasch wie finanzierbar alle 4 Schulungszentren (je 5-20 kWp erforderlich) und die mehr als 20 Wasserpumpen (je 2-8 kWp) mit Solarstrom versorgen. Das technische Know-how ist inzwischen vorhanden.

Landwirtschaft / Wiederaufforstung

RDO betreibt seit jeher biologische Landwirtschaft, die landwirtschaftliche Ausbildung macht den Schwerpunkt an den Schulungszentren aus. Andererseits wurden die Primärwälder Tansanias in den letzten Jahrzehnten fast vollständig zerstört und meist durch Monokulturen, die dem Boden sehr schaden, ersetzt. Seit Ende 2025 laufen Pilotprojekte nach dem Prinzip der Syntropischen Landwirtschaft, um den Gemüse- und Obstanbau durch Baumbestand zu ergänzen. Mit dem Ziel, Lebensmittel zu produzieren,  gleichzeitig den Boden kontinuierlich zu verbessern und  Treibhausgase im Boden und in Bäumen zu binden (Klimaschutz). Mehr…

Kochen

Ein Großteil der Haushalte bereitet ihre Nahrung auf traditionellen Dreisteinfeuerstellen (ein Kochtopf auf drei Steinen, offenes Feuer im Haus) zu. Es wird unnötig viel Holz benötigt, die Rauchgase im Haus sind schädlich für Atemwege und Augen. Darüberhinaus erleiden immer wieder Kinder schwere Verbrennungen an den offenen Feuern.

2026 beginnen wir mit dem Bau von Lehmsparöfen, wie sie auch schon in anderen Regionen verwendet werden. Mit dem Vorteil, dass auch Langholz, so wie die Menschen es gewohnt sind, verheizt werden kann, die schädlichen Abgase gelangen aber – im Gegensatz zur offenen Feuerstelle – über einen Kamin direkt ins Freie. Der Verbrauch an Brennmaterial kann halbiert werden. Brennholzbearbeitung, wie wir es gewohnt sind, gibt es im Projektgebiet nicht, das entsprechende Werkzeug ist nicht vorhanden und es hat keine Tradition.