Du betrachtest gerade 19. März 2026 – Wieder auf dem Feld

19. März 2026 – Wieder auf dem Feld

Heute wurde die gestern neu bepflanzte Fläche fertiggestellt. Und eine Versuchsfläche, die im Herbst 2025 angelegt wurde, gepflegt.

Zuerst wurde gesät, Guineagras gepflanzt, mexikanische Sonnenblumen als Stecklinge gesetzt und der offene Boden abgedeckt.

Dann begannen wir, die schon im Herbst 2025 angelegte Bepflanzung zu pflegen, d.h. jäten, umsetzen, nachpflanzen, wenn was fehlt.

Die syntropische Landwirtschaft zielt darauf ab, Lebensmittel zu produzieren und gleichzeitig den Boden kontinuierlich zu verbessern und langfristig Treibhausgase im Boden und in Bäumen zu binden.

Syntropische Agroforstwirtschaft ist eine besonders intensive Form der Agroforstwirtschaft, die die Struktur eines optimalen natürlichen Ökosystems nachahmt, wie es in natürlichen Urwäldern zu finden ist. Einen Ur- oder Primärwald wieder wachsen zu lassen, funktioniert leider nicht bzw. dauert Jahrtausende. Verschiedene Pflanzen, von Bäumen bis hin zu kleinen Gemüse-Pflanzen und Früchten werden dicht beieinander gepflanzt. Durch intensiven Beschnitt und Pflegemaßnahmen werden die Pflanzen zu starkem Wachstum angeregt, auf ein optimales Zusammenleben der Pflanzen wird geachtet. Die Entwicklung von Mikroorganismen und Pilzen im Boden wird beobachtet und gezielt gefördert. Die dabei anfallende Biomasse verbessert zusätzlich den Boden.

Einfach ausgedrückt: Syntropische Landwirtschaft ist Landwirtschaft, wie sie schon lange bei RDO in Tansania betrieben wird, ergänzt um Baumbewuchs.

Was bringt’s?
Die Bepflanzung nach diesen Prinzipien ist aufwändig und braucht viel Wissen über die Pflanzen und ihr Zusammenspiel.
Vor allem während der ersten Jahre brauchen diese Gärten intensive Pflege.


Der Nutzen ist jedoch enorm:

  • Die landwirtschaftlichen Erträge sind hoch.
  • Der Boden kann sehr viel Wasser aufnehmen. Dadurch können längere Trockenperioden ohne Schaden oder ohne Gießen überdauert werden.
  • Böden und Pflanzen widerstehen lokalen Feuern besser
  • Erosion und das Ausschwemmen von Nährstoffen werden verhindert.
  • Die Gefahr von Schädlingen und Krankheiten ist geringer.
  • Die Qualität des Bodens bleibt erhalten bzw. wird verbessert (Biodiversität, Humusschicht)
  • Es ist keine Zufuhr von Düngemitteln notwendig. Vor allem die Bindung von Stickstoff wird durch gute Wurzelbildung erreicht, auch ohne die Pflanzung von Leguminosen.
  • Positive Klimawirkung: Kohlenstoff wird in den Bäumen und im Boden dauerhaft gebunden.

Mehr…