Abschluss der Arbeiten am Syntropischen Garten in Mdabulo und Fahrt nach Kilolo.
Ein heftiger Regen hat gestern Abend die Arbeiten beendet. Heute früh wurden letzte Pflanzen im Ende 2025 angelegten Syntropischen Garten Mdabulo gesetzt.
Dabei waren nicht nur SchülerInnen und das Lehrpersonal der Berufsschule von RDO, sondern auch Bäuerinnen und Bauern aus der Umgebung beteiligt.

So hat’s im November 2025 direkt nach Anlage des Gartens ausgesehen. Die Böden in Mdabulo waren schon relativ locker und wenig verdichtet, sodass ein vollständiges syntropisches System von Anfang an eingerichtet werden konnte (anders als in Kinyambulunge und Kilolo).

Was chaotisch erscheint, hat System. Hier wachsen auf engem Raum Kaffee, Avocado, Senna siamea (Sennesblätter), Trichilia emetica (Natal-Mahagoni), Grevillea robusta (Australische Silbereiche), Eukalyptus, Syzygium cumini (ein Myrtengewächs), Zitrone, Macadamia, Guave, Gliricidia, Bananen, Maniok, Ricinus communis (ein Wolfsmilchgewächs), Canavalia ensiformis (Jackbohne), Leucaena, Cajanus cajan (Straucherbse), Jacaranda, Senna siamea, Miombo-Arten, Guatemala-Gras, Hakea salicifolia (Weidenblättrige Hakea).
Jede Pflanze in diesem hochdiversen, produktiven System hat ihre Aufgabe, sei es als Nutz(Ertrags)pflanze, als Mutterbaum (Schatten, Nährstoffe, Holz), Aufwuchshilfe, Windschutz, Bodenabdeckung oder zur Stickstoffbindung.
Ein Ausschitt aus dem Interview mit zwei Lehrlingen des landwirtschaftlichen Lehrgangs.

Reinold, Hannes Thaler von Forests4Farming und ein RDO-Team sind jetzt unterwegs nach Kilolo.
Der Ort liegt etwa 70 km nordöstlich von Mdabulo. Hier, auf über 2000m betreibt die RDO ein weiteres Trainingszentrum und führt Wasser- und Landwirtschaftsprojekte durch. Auch die Betreuung von Waisenkindern erfolgt auf die gleiche Art.
2025 wurde auf der nahegelegenen Schulungs-Landwirtschaft Makungu ebenfalls ein Syntropischer Agroforstgarten angelegt. Unter deutlich anderen Voraussetzungen. Mehr demnächst, die Fahrt dauert 5 Stunden.